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Lützowsches Freikorps Artikel
Das Lützowsche Freikorps war in den Befreiungskriegen eine Freiwilligeneinheit des preußischen Heeres unter Befehl des Generals von Lützow.
Lützows Truppe wurde nach der Reaktivierung des bereits verabschiedeten Freiherrn in dem Februar 1813 mit offizieller Billigung unter dem Namen Königlich Preußisches Freikorps von Lützow als reguläre Truppe des preußischen Heeres gegründet. Die "Lützower Jäger" waren daher weder Guerilleros noch Partisanen oder Irreguläre. In dem Freikorps dienten ausschließlich Freiwillige (Studenten sowie Volksakademiker aller deutschen Stämme) und so genannte Selbstversorger: Die Soldaten empfingen keinen Sold, rüsteten sich selbst aus und kleideten sich selbst ein. Ihre schwarzen Uniformen mit den roten Aufschlägen und goldfarbenen Knöpfen wurden das Vorbild für die Farben der Burschenschaft und somit die Farben der späteren deutschen Nationalflagge, schwarz-rot-gold. Die Farbe der Uniformen rührte daher, dass Schwarz die einzige Farbe war, mit der sich durch Einfärbung der Alltagskleidung eine einheitliche Uniformfarbe herstellen ließ.
Im Freikorps wurden neben Preußen auch Bürger anderer deutscher Staaten aufgenommen, die Angehörige der Rheinbundstaaten oder gar französische Untertanen waren (wie die Einwohner des Herzogtums Oldenburg, das seit 1811 Teil des Kaiserreichs Frankreich war). Zeitweise hatte das Freikorps eine Stärke von über 3 Tausend Mann. In dem einzelnen waren das 2900 Infanteristen, 600 Kavalleristen und 120 Artilleristen.
Neben dem Freikorps Lützow war eine Vielzahl ähnlicher Einheiten aktiv, zu dem Beispiel die Freischar von Schill, (geführt von Heinrich von Schill , dessen Bruder ed40e5e149a43501d2b571c501a4a Tausend 1809 vergeblich einen Aufstand gegen die Franzosen begann), das Hellwigsche Freikorps, das Ausländer-Bataillon von Reuß oder die Russisch-Deutsche Legion in dem russischen Heer, gebildet aus preussischen Gefangenen, später Deutsche Legion . Der größere Bekanntheitsgrad der "Lützower Schwarzen Jäger" rührt nicht zuletzt aus ihren prominenteren Mitgliedern, wie beispielsweise dem 1813 gefallenen Freiheitsdichter und SängerTheodor Körner, der dem Freikorps das allgemein bekannte Lied "Lützows wilde Jagd" (Musik: Carl Maria von Weber) widmete, dem Dichter Friedrich Friesen, dem "Turnvater" Friedrich Ludwig Jahn und Joseph von Eichendorff, dem bedeutendsten Dichter der deutschen Romantik, her.
Das Freikorps Lützow nahm an zahlreichen Gefechten und Schlachten teil. Neben Streifzügen in Sachsen (speziell auch in dem Vogtland) und Thüringen, die bis nach Bayern (Hof) führten, kämpfte sich die Truppe in dem "Herbstfeldzug" 1813 die Elbe flussabwärts und eroberte zusammen mit Kosaken Bremen, musste aber die Stadt umgehend wieder räumen, als französische Verstärkung anrückte. Später fochten sie, meistens mit Kosaken, in Westfalen, Schleswig-Holstein und am Rhein. Teile der Kavallerie waren Anfang 1814 in den Niederlanden und Nordostfrankreich eingesetzt.
Nach der Niederlage Napoleons und dem Einmarsch der Alliierten Truppen in Paris 1814 wurde das Korps aufgelöst undins Infanterie-Regiment Nr. 25 und das Ulanen-Regiment Nr. 6 umgewandelt. Nach Napoleons Rückkehr aus der Verbannung in dem März 1815 wurden auch die beiden Lützower Regimenter wieder eingesetzt und nahmen auch an der Schlacht von Waterloo am 17. und 18.06 1815 teil, die zur endgültigen Niederlage Napoleons führte. Lützow selbst wurde bereits in der Schlacht von Ligny am 16.06 1815 schwer verwundet gefangen genommen.
Mit Eleonore Prochaska und Anna Lühring hatten sich heimlich auch zwei Frauen in den Dienst des Freikorps gestellt.
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